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Mobilität – Miteinander statt gegeneinander

Verkehr BahnhofstrasseMehr Menschen, veränderte Mobilitätsbedürfnisse und andere Lebensgewohnheiten haben direkte Auswirkungen auf unsere Infrastruktur. Hinzu kommen tausende Touristen, die jedes Jahr unsere schöne Stadt besuchen. In Luzern als Motor und Drehscheibe der Zentralschweiz treten die Auswirkungen am deutlichsten zu Tage. Die Pflästerlipolitik der letzten Jahre liess die Stadt in Stillstand verharren. Es braucht eine vorwärts gerichtete Verkehrsplanung, die sich an der Realität orientiert und nicht nur an Ideologien.

In der Stadt Luzern werden rund die Hälfte aller Personenkilometer vom motorisierten Individualverkehr bewältigt. Der Öffentliche Verkehr kommt mit 40 % an zweiter Stelle, wobei allein die Bahn durch den Bahnhof bereits 35 % ausmacht. Der Veloverkehr macht in der Stadt rund 3 % aus. Dieses Verhältnis wird sich in den kommenden Jahren nicht stark ändern. Es ist deshalb wichtig, dass nicht einseitig in die Infrastruktur investiert wird, sondern für alle Bedürfnisse Lösungen und Möglichkeiten gesucht werden.

ÖV und Langsamverkehr müssen ausgebaut und mit Parkmöglichkeiten für den MIV ausserhalb der Innenstadt ergänzt werden, um eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung zu ermöglichen und das Stadtzentrum vom Verkehr zu entlasten. Wir müssen uns mit aller Kraft bei Bund und Kanton dafür einsetzen, dass der Durchgangsbahnhof, der Bypass und die Spangen-Süd und -Nord als langfristige Investitionen in die Zukunft unserer Stadt eingesetzt werden. 

Der motorisierte Individualverkehr, der ÖV und der Langsamverkehr müssen gemeinsam weiterentwickelt werden, ohne dass eine Verkehrsart massiv benachteiligt wird.